Warum ein Bleibegespräch und kein Austrittsgespräch
Im Austrittsgespräch ist die Entscheidung bereits gefallen. Im Bleibegespräch können Sie noch etwas ändern. Sie fragen nicht, warum jemand geht, sondern was ihn hält und was ihn ins Grübeln bringt.
Bleibegespräche eignen sich besonders für Schlüsselpersonen, langjährige Fachkräfte und Mitarbeiter, die schwer zu ersetzen wären.
Halten · Verstehen · Handeln
Vorbereitung und Rahmen
Kündigen Sie das Gespräch offen an und erklären Sie den Zweck. Es ist kein Leistungsgespräch und keine Beurteilung. Planen Sie etwa eine halbe Stunde in ruhiger Umgebung ein.
Legen Sie vorher fest, wie Sie mit den Antworten umgehen. Vertraulichkeit und ehrliche Rückmeldung zu dem, was möglich ist und was nicht, sind die Grundlage für ein offenes Gespräch.
Ankündigung · Rahmen · Vertraulichkeit
Gute Fragen stellen und zuhören
Stellen Sie offene Fragen und hören Sie mehr zu, als Sie sprechen. Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit? Was würden Sie ändern? Was müsste passieren, damit Sie über einen Wechsel nachdenken?
Verteidigen Sie sich nicht und versprechen Sie nichts im Gespräch selbst. Bedanken Sie sich und sagen Sie, bis wann Sie sich zurückmelden.
Fragen · Zuhören · Nachfragen
Nach dem Gespräch handeln
Ein Bleibegespräch ohne Folgen schadet mehr als keines. Halten Sie fest, was Sie zugesagt haben, und melden Sie sich wie vereinbart zurück, auch wenn ein Wunsch nicht erfüllbar ist.
Wenn mehrere Mitarbeiter dieselben Themen ansprechen, haben Sie einen klaren Hinweis darauf, wo Ihr Betrieb ansetzen sollte. Dieselben Gründe überzeugen oft auch neue Bewerber.
Zusage · Rückmeldung · Maßnahme
Für das nächste Gespräch
Zweck offen angekündigt
Offene Fragen vorbereitet
Zusagen und Rückmeldetermin notiert
Wiederkehrende Themen ausgewertet
Unterstützung bei der Mitarbeiterbindung
Besprechen wir Ihren Personalbedarf.
Welche Stelle ist offen oder welcher Wechsel steht an? Im ersten Gespräch klären wir, wie es weitergehen kann.

